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Coding macht Spaß – Wiener Bildungsserver & OCG

Coding macht Spaß – und wie war ́s?

Im Rahmen der European CodeWeek 2014, zu der in Österreich mehr als 50 Veranstaltungen stattfanden und bis 7. November auch noch stattfinden werden, organisierte der Wiener Bildungsserver in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) zwei Fortbildungstage.

Die TeilnehmerInnen dieser für alle pädagogisch Tätigen offen gehaltenen Veranstaltung setzten sich aus Interessierten aus dem vorschulischen Bereich, KollegInnen aus der Pflichtschule, der AHS und der Berufsschule zusammen. Eigens erwähnt sei eine Kollegin, die mit sehbehinderten Kindern arbeitet. Somit also ein ziemlich gemischtes, aber höchst interessiertes Publikum – allen gemeinsam das Interesse, zukunftsträchtige Inhalte Kindern und Jugendlichen zu vermitteln.

Dem Feedback nach sind die Erwartungen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen erfüllt worden; das Konzept der ersten Veranstaltung zum Thema Coding im Unterricht ist aufgegangen. Das Thema wird ein Schwerpunkt der Arbeit des Wiener  Bildungsservers bleiben, unter anderem werden er regelmäßig Jour Fixes in seinem Haus anbieten. Coding soll nicht nur Teil des EDV-Unterrichtes sein, sondern auch unterstützend in Mathematik, Physik, Musik, Bildnerische Erziehung etc. Verwendung finden. In spielerischer Weise kann Coding, wie die Erfahrung unserer Workshops gezeigt hat, auch in den Volksschulunterricht integriert werden. Denn wichtig ist nicht alleine das Erlernen des Programmierens, sondern einer entsprechenden Denkweise, also „Computational Thinking” (Jeannette M. Wing). Grundkenntnisse der Informatik, die über das reine Programmieren hinausgehen, sind von der verwendeten Programmiersprache unabhängig und stärken u.a. logisches Denken und die Fähigkeit zur kreativen Problemlösung.

Die Inhalte

Im Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Martin Ebner zum Thema Open Educational Ressources (OER) wurden

• ZUM-Wiki, eine offene Plattform für Lehrinhalte und Lernprozesse, http://wikis.zum.de/

• die Plattform schulbuch-o-mat.de

• die Kursinhalte von COER13, http://www.coer13.de/

• iMoox – ein Projekt der Technischen Universität Graz und der Universität Graz, http://imoox.at/

vorgestellt.

 

Auf http://elearningblog.tugraz.at/ ist auch unter http://de.slideshare.net/mebner/open-educational-resources-das-bildungssystem-braucht-sie der Inhalt von Dr. Ebners Vortrag zu finden.

Neben der interessanten Gegenüberstellung – gedrucktes Schulbuch versus offene (Schul-&)Bildungsmedien – beschäftigte er sich mit der damit aufs engste verknüpften Frage des Urheberrechtes. Man höre und staune: Nicht (nur) Verlage, AutorInnen … suchen im Netz nach Plagiaten. Auch irgendwelche Rechtsanwälte, die mit der Urheberschaft eines Werkes nichts zu tun haben verdienen sich mit gezielten Klagen sogar ohne Wissen des/der eigentlichen Urhebers/Urheberin eine goldene Nase. Daher: Vorsicht mit der Weitergabe von Unterrichtsmaterialien – geben Sie nur Materialien weiter, bei denen Sie selbst über alle Rechte auf Texte, Bilder etc. verfügen, und stellen Sie sie am besten unter eine CC-Lizenz!

Nun aber zu des Pudels Kern: Programmieren ohne Computer (Computer Science Unplugged)& Scratch! Computer Science Unplugged und Biber der Informatik (http://csunplugged.rgo/)

Die Übungen, Spiele und Rätsel von „Computer Science Unplugged“ sowie des „Biber der Informatik“ vernetzen logisches Denken mit kreativer Problemlösung. Durch das aktive und gemeinsame Tun erhalten Kinder, teilweise vom Kindergarten an, einen Einblick in die Funktionsweise eines Computers – und das ohne tatsächlich mit dem Computer zu arbeiten. Das macht deutlich, dass Medienerziehung auch ohne technische Ausstattung stattfinden und trotzdem Spaß bereiten und IT-Kompetenzen vermitteln kann. Unterlagen und ausführlich beschriebene Aufgabenheften finden Sie zum kostenlosen

Download unter: http://csunplugged.org/sites/default/files/books/CS_Unplugged-de.pdf

Scratch (http://scratch.mit.edu/) & Co

Scratch ermöglicht 8- bis 16-jährigen, ältere Personen nicht ausgeschlossen, selbst zu programmieren. Programmblöcke werden dabei einfach nur zusammengestellt, Code muss keiner geschrieben werden. Erweitert kann es mittels MaKey MaKey, LEGO WeDo oder das PicoBoard werden. Der erste Eindruck ist jedoch – ganz so einfach scheint es nicht zu sein.

Der zweite Eindruck – Kinder gehen das aber sicher ganz anders an. Letztendlich bleibt einem ja doch nichts anderes übrig als es sich genauer anzusehen. Die Durchsicht der Kinder-Projekte erstaunt in jedem Fall. Ebenso interessant:

• Ko:du Game Lab, http://www.kodugamelab.com/

• Snap, ehemals BYOB (Build Your Own Blocks), http://snap.berkeley.edu/

• Lego Mindstorms http://www.lego.com/de-de/mindstorms

Meinung zweier Teilnehmer: „Interessante Möglichkeiten und Vorschläge für die tägliche Unterrichtsarbeit und rege Diskussionsansätze mit Gleichgesinnten.“

Übersicht der CmS-Unterlagen:

Präsentation von Martin Ebner: http://elearningblog.tugraz.at/archives/7560

Unterlagen von Herbert Feichtinger: http://www.ocg.at/workshop/

Aufgabenhefte zu „Biber der Informatik“: http://www.ocg.at/node/269

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